Probleme des deutschen Fußballs

      In den USA sind die Strecken genauso lang. Ein Modus wie dort, mit regionalen Conferences, die trotzdem alle in einer Liga spielen, aber mehr spiele gegen Teams aus ihrer Region spielen, könnt's hier doch auch machen. Ich beziehe mich gerade auf die NBA, von den andren Ligen hab ich keinen wirklichen Plan.

      Naürlich sind die US-Sport Ligen die am meisten von Kapitalinteressen durchdrungenen, aber was weite Entfernungen angeht, sollte man bedenkenlos von denen lernen können.

      obwohl... gesetz dem fall aus Russland würde sich Wladiwostok für eine europäische Liga qualifizieren, würde das Entfernungen, die auf dem nordamerikanischen Kontinent möglich sind, um min. das doppelte übertreffen. Benfica Lissabon gegen Wladiwostok, das wären bestimmt 15.000 km Westrecke, die Fans dann zum Auswärtsspiel pilgern müssten. Na ja, das Team aus Wladiwostok würde dann wohl nach amerikanischer Manier besser den Standort wechseln.

      Unabhängig ob mans toll findet oder nicht, wird sowas meine ich eh demnächst anstehen (vielleicht in 15 Jahren?). By regarding England (ja auch politisch schon fast die amerikanische Kolonie in Europa) kann man ja bereits erkennen wie US-Sport Verhältnisse in Europa funzen. Dabei ist und war England jawohl berühmt für seine Proletarierfans. Trotzdem kostests da jetzt 100 Euro ins Stadion zu gehen. Und Geld wird gescheffelt wie nirgends sonst.

      Weiß eigentlich jemand wie's in den USA so mit Sportübertragungen aus den großen Ligen im Free-TV aussieht?

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      Gar nix im Free-TV in Nordamerika. Baseball, Basketball, Football, Eishockey alles nur im Pay-TV.

      Naja, die Entfernungen in Europa entsprechen in Nordamerika den regionalen Conferences. Seht euch mal die Landkarte von Nordamerika an. Sicher, für normale Fans ist diese Wegstrecke ganz schön heftig. Ich werde solche Entfernungen sicherlich auch nicht mitmachen. Es gibt Fans, die in der CL solche Entfernungen absolvieren.

      In welcher Form die Euroleague kommen wird, weiss momentan keiner. Das sie kommt, ist sicher.
      also, madrid bis nach warschau,polen sind es 2.919km.
      von warschau nach moskau ist die route nicht berechenbar.
      denke aber noch einmal 1.300 1.400 km.
      also schenkt sich vllt 100km.

      maps.google kann in russland nichts nirgendwohin berechnen.
      da is wohl der kgb dagegen (wegen langstreckenraketen? oder vllt das ein bmh-spieler godzilla oder kingkong hinschickt?).
      evt hat google keine erlaubnis. china geht auch nit^^

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      Mal wieder zum eigentlichen Thema...

      Stuttgart ist jawohl echt herbe enttäuschend. Ich hasse nix mehr, als wenn deutsche Emporkömmlinge im Jahr darauf im Europapokal untergehen. Die Rolle haben in den letzten Jahren oft 1860 München oder Hertha BSC eingenommen, zuletzt dann der HSV. Boah... Da wird dann die ohnehin hinterhinkende Bundesliga nochmal unter wert verkauft. Bleibt zu hoffen, dass sie im Heimspiel gegen Glasgow vielleicht noch einen Punkt ergattern.

      Was war eigentlich das schlechteste Abschneiden eines deutschen Teams in der CL? Hamburg letztes Jahr? Schalke war doch auch mal so schlecht. Was auch immer, Stuttgart wirds dieses Jahr unterbieten. Und das als Meister.

      Mals sehen ob die Uefa-Cup Teams wieder was rausholen. Auf Bremen oder Schalke hoffe ich auch nicht mehr wirklich. Die sollen sich bloß ein wenig würdevoller anstellen als Stuttgart.
      Bei den momentanen Ergebnissen in der CL brauchen wir deutsche Fans keine Bedenken zu haben, weit reisen zu müssen. Bis auf die Bayern, hat keine Mannschaft das Niveau in einer Euroleague mitzuspielen (siehe Stuttgart, Schalke und Bremen). :evil:

      Stuttgart scheint Leverkusen 2002/2003 nachahmen zu wollen. Mit 0 Punkten aus der Gruppenphase auszuscheiden. :evil: :evil: :evil: Der HSV hat letzte Saison wenigstens einmal gewonnen (3:2 gegen ZSKA Moskau). :evil:
      Ach ja... Leverkusen.

      Ich fürchte mit Stuttgart wirds genauso ausgehen.
      Bremen hat ja schon häufig Überraschungen geschafft. Bei denen ist zumindest die Hoffnung am größten, dass die sich noch mit Würde verabschieden.
      Obwohl Schalke bislang die einzigen Punkte eingefahren hat, glaube ich bei denen weniger an ein Weiterkommen als bei Bremen. Die sollen aber wenigstens vor Trondheim landen, um noch in den Uefa-Cup zu kommen.

      Wenn Bayern dann den Uefa-Cup gewinnen sollte, wäre das ein versöhnlicher Abschluss...

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      also ich bin da eh allgemein der meinung, international hinter JEDEM deutschem team zu stehen, mir egal ob lautern, dortmund oder hsv.
      als ex-bayernfan is das mit lautern halt so ne sache... *Fg*
      aber dennoch: ich denke in UEFA...

      leider bin ich mit der meinung in der realitaet weitgehend alleine. kenne nur 1 andere person die nicht so denkt.
      in der firma heulen die neiderfans von den looserteams staendig gegen bayern, weil die meist halbfinale oder mehr erreichen...

      find ich kacke.

      geht ja um die UEFAwertung und um die anzahl der teilnahemplaetze fuer die pokale :) *fg*
      Meine Rede, meine Rede!

      Ich bin international auch immer für alle deutschen Teams, egal wer und egal gegen wen. Kenne auch viele, die sich immer freuen wenn Bayern rausfliegt. Am schlimmsten wars früher, vor dem Nationalmannschaftshype durch Klinsi&Jogi. Da gabs welche, die immer ganz stolz waren kund zu tun, dass sie es toll fänden wenn Deutschland verliert.
      Meiner Meinung nach war das immer reine Taktik, um sich in jedem Falle nach dem spiel freuen zu können, ob nun Sieg oder Niederlage. In dem einen Falle freut man sich halt mit, in dem anderen war man wengstens der cool distanzierte Wahrseher.

      By the way:
      Mein Vertrauen in Bremen hat sich als gerechtfertigt erwiesen. Nun haben die deutschen Teams schon 6 Punkte aus 9 Spielen!

      Ich wollte ja Schalke im Fernsehen sehen, hatte aber schon große Zweifel. Die ersten Minuten ließen mich bereits erzürnen und noch bevor der Ball, gerade durch Neuers Hände und Beine durchgehuscht, die Linie überquert hatte, habe ich den Fernseher wieder ausgemacht.

      Mich macht das echt fertig. Im DfB-Pokal spielen Drittligisten gegn Bundesligisten besser, als wie die BL-Spitzenclubs gegen internationale Spitzenclubs.
      Psychologisch erscheint mir das bei Schalke, Stuttgart & co als die maximal schlechteste Konstellation aus riesig Bammel vorm Gegner auf der einen und trotzdem riesig Leistungsdruck auf der anderen Seite.
      Das erinnert mich an die Nationalmannschaft vor Klinsi. Bremen und natürlich vor allem Bayern scheinen da in erster Linie davon zu profitieren, das in diesen Clubs das spürbare Klima herrscht, dass es voran geht. So wie das Klinsi & Jogi auch hergestellt haben. Bei Bayern ging zuletzt der Faden etwas verloren, den haben sie jetzt in einem Kraftakt wiedergefunden. Bei Schalke hingegen hat man irgendwie das Gefühl, da wird Notstand verwaltet. Wie einst bei Vogts, Ribbek und Völler.
      Bei Schalke herrscht das Klima: "Wir müssten eigentlich überall oben dabei sein. Hoffentlich kriegen wirs irgendwie hin." Bei Bayern herrscht das Klima: " Wir wollen nach oben!". Bremen pendelt immer ein wenig, hat aber überwiegend positive Aufbruchstimmung. Stuttgart ist jetzt mit dem Meistertitel im Rücken total auf die Schiefe Bahn geraten und hat eine echte Klimakatastrophe.
      Bezüglich unserer Nationalmannnschaft sind wir glaub ich auf einem guten Wege, die Früchte der Arbeit, die Klinsi/Löw leisten werden wir vielleicht erst in 2-4 Jahren ernten, aber das werden wir in meinen Augen sicherlich.
      Dann haben wir ein junges und eingespieltes Team mit einem starken Teamgeist. Was vielen Mannschaften fehlt, denke da vor allem an Brasilien, Spanien und Portugal. Viele Stars machen noch keine gute Mannschaft und ein funktionierendes Kollektiv.
      Bin mal gespannt wo wir stehen werden wenn noch ein paar Jungspieler wie Kroos, Adler etc. dazukommen.
      Kann sicher was gutes draus entstehen.


      Bezüglich unserer Bundesliga, ich mein die war schonmal stärker. Was zum großen Teil auch an falschen Investiotionen liegt. Den Fehler den die meisten machen, einmal Meister geworden oder Vize, und schon auf Augenhöhe mit Bayern sein wollen. Dortmund sei da mal als Paradebeispiel von Fehlinvestitionen genannt. Etwas mehr Bescheidenheit und mehr Kalkül... und wir hätten neben den Bayern 2 oder 3 weitere konstante Vereine. Zuletzt haben Dortmung und Schalke diese Möglichkeit ja nicht nur verstreichen lassen, sondern es noch verschlimmert.

      Jugendspieler den "günstigen" Ostspielern vorziehen, das sieht man im Moment doch auch bei einigen Vereinen. Bayern, Leverkusen, Schalke... bei einigen sieht man deutsche Spieler im "Kommen"... ich denke das wird schon noch, dazu brauch es keine Wiedereinführung vergangener Regularien.
      ..puuuh, ich hab die Ergebnisse der deutschen Mannschaften dieser Woche in der CL erst heute morgen mitbekommen....(mann)³....

      Ich denke mittlerweile, dass das ein psychologisches Problem ist, was Schalke und Stuttgart haben.

      Martin Bader hat vor dem Spiel FCN-Bukarest gesagt, dass es etwas einfach Wunderbares ist, dieses Spiel nun genießen zu dürfen, zurück zu sein auf internationaler Bühne, sich zu präsentieren.
      Bukarest hat sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gedacht "huiii, Nürnberg, die versohlen uns den Hintern aber, weil es ne deutsche Mannschaft ist". Sie dachten gar nix dergleichen und das merkte man auf dem Platz. Trotz des 0:0 war es ein sehr ansehnliches Spiel und BEIDE Teams wirkten unbefangen und hatten SPAß am Fußball, am Aufeinandertreffen international gelandeter Vereine.

      Was will ich damit sagen?

      Von deutschen Teams in der CL wird noch bevor der Anpfiff der ersten Begegnung Druck geschürt, dass die Nicht-Bayern-Teams erst mal schauen sollen, wo sie landen. Was passiert, wenn Real mit seiner Übermannschaft mal ins Rollen kommt? Soll Stuttgart dann Zittern?
      Früher hatte öfter mal von Marcel Reif gehört, dass die Spanier mit ihrer löchrigen Abwehr erst mal ins Dortmunder Westfalenstadion kommen sollen, dann sehen wir schon, was 4 Tore vorn und 5 hinten unterm Strich bedeuten.

      Es wird heute dauernd von Geld als sportliche Grundlage für internationales Bestehen verargumentiert. Wie ich schon mehrfach schrieb, 11 Stuttgarter werden schon im Vorraus schwach geredet, so nach dem Motto, DAS wäre ne Überraschung, wenn die gegen XY gewinnen würden. SCHWAAAAACHSINN, denn Fußball ist Kopfspiel (5€, i know) und DA scheitert's momentan noch.

      Klinsi und Jogi haben dahingehend einen Trend angestoßen, den ich grundätzlich sehr lobenswert finde - es schimmert durch, sich (fußballerisch gesehen!!) auf die typisch deutschen Stärken zu besinnen und so auch aufzutreten.
      Selbst, wenn man nicht der Schönste, Dollste, Beste ist, aber wenn ich ein paar Sachen sehr gut bis hervorragend beherrsche, bringe ich JEDEN Gegner ins Wanken.
      An Harlekin & GernotP: Genau!
      Ihr habt meine Standpunkte, die ich hier die ganze Zeit versuche darzulegen zusammengefasst und ergänzt.

      Das mit den psychologischen Problemen der deutschen Teams im Europapokal ist wirklich eklatant. Man wird systematisch kleingeredet, die Erwartungshaltung ist aber trotzdem enorm. Ständig scheint riesig viel auf dem Spiel zu stehen. Schalke und Stuttgart als vorläufige Paradebeispiele dieser Entwicklung scheinen von vornherein mental unglaublich in die Defensive gedrängt. Die beeten eigentlich nur, dass das Spiel schnell und relativ schadlos vorübergeht. Das ist original deutsche Nationalmannschaft unter Vogts, Ribbek und die zweite Hälfte von Völlers Amtszeit.

      An Nürnberg kann man in der Tat gut sehen, wie dieses psychische Dilemma umschifft werden kann, indem man sich nämlich begründeter Weise als wirklicher Außenseiter wahrnimmt. Und nicht als irgendwie-schon-Favorit, der aber gewaltig aufpassen muss. Erinnert sei auch an Alemannia Aachen, die als zweitligist die Uefa-Cup Gruppenphase überstanden haben. Die hatten auch einfach Spaß am Abenteuer Europacup.

      Bayern umschifft das Problem auf andere Weise, nämlich indem sie meist begründeter Weise auch an ihre Favoritenrolle und also an ihre Stärken glauben. Bremen merkt man auch an, dass sie an sich glauben. Schalke oder Leverkusen hingegen, scheinen immer gar nicht recht zu wissen wie ihnen geschieht. Manchmal läufts, manchmal nicht, wie sich das herbeiführen lässt weiß man aber nicht.

      Stuttgart steht jetzt nach dem Titel echt total neben sich. Da ist wirklich jede unbekümmertheit verloren gegangen. Ich meine aber trotzdem auf jeden Fall, dass sie an Veh festhalten sollten. Vielleicht brauchts jetzt eine Übergangssaison um den Druck abzuschütteln. Vielleicht muss man auch erstmal kurz richtig in der Scheiße hängen um die Köpfe frei zu kriegen. Etwa wie Hamburg in der letzten Saison. Ich wette die Rückrunde läuft schon wieder besser für Stuttgart, da braucht man jetzt nicht gleich den Trainer zu feuern. Nur leider wird Stuttgart dann nicht mehr im Europapokal vertreten sein, um das Bild des deutschen Meisters in Europa zu korrigieren.

      Genau das hasse ich immer. Es gab in den letzten Jahren fast immer gleich mehrere deutsche Europapokalteilnehmer, die immer abwechselnd eine Saison gut spielten und sich für Europa qualifizierten, um anschließend eine Saison desolat umherzueiern, und das dann auch auf europäischer Bühne. X(
      ...ich glaube, Letzteres liegt ein bisschen am schnell aufkommenden Größenwahn in den Köpfen einiger Herren.

      Hans Meyer hat seit dem Pokalsieg JEDEM in Nürnberg klar erklärt, dass Nürnberg noch keine Mannschaft ist, die nach Platz 6 in der vergangenen Saison plus Pokalsieg nun nach dem Titel strebt oder Gleiches gar wiederholt.

      Realismus ist angebracht und der "alte Fuxx" hatte mal wieder recht.

      Achja: sollen wir mit dem VfB und S04 Nachsicht üben? Nein?
      Denkt mal aus Gaudi dürber nach.
      Weder Veh noch Slomka sind jetzt die Trainer, die in ihrer Vitrine viele Pokale stehen haben - internationaler Art! Vielleicht fehlt hier auch den Trainern ein bisschen die interenationale Kompetenz.
      Es sei an Matthias Sammer mal erinnert, der nach Ablauf seiner aktiven Laufbahn erst mal Wissen in sich reinschaufelte.
      Nach seinem Titel mi Dortmund ging er international hospitieren, unter anderem bei englischen, spanischen und italienischen Spitzenclubs.

      Überspitzt gesagt: wer ist eigentlich Slomka? Nix gegen Slomka, eine adrette, kluge Erscheinung, aber er hat auf mich keine Wirkung. Wenn so einer schon keine Wirkung auf einen Nicht-Profifußballer hat, hat er es dann (auf Dauer) bei seiner Mannschaft?

      Armin Veh...ein Pfundskerl, hat die Schwaben letztes Jahr nach üblem Fehlstart (sogar) zum Titel geführt. Warum sagt man da eigentlich immer "sogar"??? Das ist mit ein Problem!! Veh ist Meister geworden und nicht, weil die anderen blöder, schwächer oder sonstwas waren, sondern, weil der VfB stärker war und am Ende die meisten Punkte hatte - basta! Das ist ne tolle Leistung gewesen und wird schon wieder gar nicht mehr richtig gewürdigt. Der VfB sollte sich auf die Stärken der Vorsaison besinnen, die CL abhaken und dann wird das schon wieder!

      Jaaaa, die Konstanz, Lefthandy, da sagste was.
      Woran liegt es (dass die nicht da ist)??

      Nehmen wir mal an, ein Verein kauft knackig ein, hat als Zielvorgabe Pltz 1-5. Wird dieses realisiert, ist doch jeder happy. Der Manager freut sich über Mehreinnahmen, die Spieler sind happy weil sie (wow, welch super Leistung-->sind ja Angestellte...ahem...) das umgesetzt haben, was der Verein als Ziel definiert hat.
      Im schlimmsten Fall heimst ein solches Team, welches vielleicht auch über 2 Saisons gewachsen ist, nen Titel ein.
      Was kommt danach? Riiiichtig, Sättigung. Genau DA liegt der Unterschied ALLER Vereine zu Bayern München - bei Bayern will man IMMER und JEDE SAISON top-Leistungen. Warum? Ganz einfach, weil man das von einem bezahlten Mitarbeiten einfach erwarten kann, dass er sich den Ar... aufreisst und 100% Leistung bringt.
      Bei manchen Vereinen gewinne ich immer und immer wieder den Eindruck, dass man denkt "yeah, das haben wir geil gemacht, Ziel erreicht". Danach wird erst mal ne Saison lang gechillt, bis man feststellt, "hoppla, was nu' los?!?!?". Dann fängt man (wieder mal) das Rudern an und stellt die Frage, woran es liegt - eigentlich liegt es an Banalitäten, an der Einstellung der Führungsfiguren diverser Vereine und am künstlich geschürten Anspruchsdenken der Medien.

      Fußball ist soo herrlich, könnte über sowas endlos philosophieren :)
      Einstellungen der Führungsriege sind in der Tat ein eminent wichtiger Faktor. Bei Dortmund früher haben Niebaum und Meier die Aura eines Versicherungskonzerns verströmt. Entsprechend ratlos standen die Spieler aufm Platz und wunderten sich warum sie nicht gewinnen, wo doch die Rahmenbedingungen alle so gut sind. Natürlich stets wohlwissend, dass wenn alles normal läuft, die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein sollte unter die ersten 5 der BL zu kommen. Da die Führungsetage so dachte, dachten die Spieler dann auch sie bräuchten nix machen, man landet schon irgendwie da oben. Ähnlich ist's jetzt auch bei Schalke. Und so ziemlich immer bei Leverkusen.

      Bei Bayern hingegen ist allen klar, sogar vor allem der Führungsetage, dass man JEDES Spiel gewinnen muss, um am Ende immer oben zu stehen. Punktverluste kommen so oder so, da brauch man mit Nachlässigkeit gar nicht erst anfangen. Diese Entschlossenheit strahlen aber auch ausnahmslos alle aus, sogar der Mannschaftsarzt hat sowas Erhabenes und ein breit anerkanntes Premium-Siegel. Bremen mausert sich da auch hin, die haben halt bloß noch nicht so viel Übung und noch nicht soviel spielerische Substanz.

      Doch zum erfreulichen aktuellen Anlass:
      Der Uefa-Cup macht mich froh. Alle gewonnen und Bayern mal wieder in original Spitzenmannschaftsmanier. Zwar Riesendusel aber den muss man ja auch erstmal heraufbeschwören, indem man nicht aufsteckt, nicht verzweifelt (also an sich glaubt) und sich nicht mit einer entschuldbaren Niederlage (der Rasen, die Atmosphäre, die Verletzten,...) bzw. nochnichtmal mit einem Unentschieden zufrieden gibt. Möchte nicht wissen wie traurig andere deutsche Teams da über den Platz geschlichen wären, nach dem denkbar blöden 1:2 Rückstand.

      Hamburg musste gegen das schwächste Team der Gruppe allerdings auch dringend gewinnen. Leverkusen soll ja auch mächtig Dusel gehabt haben, aber was solls. Den hatten deutsche Teams zuletzt ja auch nicht.

      Bis auf letzte Saison haben deutsche Teams in der Uefa-Cup Zwischenrunde allerdings auch immer mehrheitlich Siege eingefahren. Diese Saison hat man aber den Vorteil, dass alle Teams die Zwischenrunde erreicht haben, das gabs glaube ich noch nie. Irgendein Trollo ist immer gleich in der ersten Runde rausgeflogen.
      Damit sind die Uefa-Cup Teams auf einem guten Weg die katastrophale Championsleague-Bilanz dieses Jahr auszugleichen. Wobei Bremen ja vielleicht noch mal die Kurve kriegt. Schalke wirds nach Trondheims Sieg gegen Valencia aber doch noch schwer haben überhaupt dritter zu werden.
      Die Diskussion scheint hier ja etwas zum Erliegen gekommen zu sein. Doch bevor heute wieder neue Europapokalergebnisse zur Debatte stehen werden, hab ich bei transfermarkt.de was tolles zur Ausländerregelungsdebatte, die hier ja ebenfalls angeschnitten wurde, gefunden:

      Veröffentlicht: 06.11.2007 - 14:04 Uhr
      FIFA-Chef Blatter will «6+5-Regelung» durchsetzen Der Fußball-Weltverband FIFA will trotz der ablehnenden Haltung einiger Spitzenclubs die geplante «6+5-Regelung» zur Beschränkung ausländischer Spieler in Europa durchsetzen. «Es gibt immer mehr Befürworter, die die überwältigende Präsenz nicht- einheimischer Spieler in den verschiedenen Ligen und Clubs stoppen wollen», sagte FIFA-Präsident Sepp Blatter bei einem Treffen der asiatischen Fußballverbände in Kuala Lumpur/Malaysia. Der Schweizer reagierte damit auf die Kritik der in der G-14 zusammengeschlossenen europäische Topclubs, die das Vorhaben der FIFA als illegal bezeichnen.

      Das von Blatter angeregte Modell sieht vor, dass ab der Saison
      2010/2011 in jedem europäischen Team mindestens sechs inländische Fußballer in der Anfangself stehen. Von der neuen Regelung würden auch die Nationalmannschaften profitieren, wenn weniger Ausländer in den Ligen spielen, sagte der FIFA-Chef. In der Bundesliga gibt es derzeit nur noch die Vorschrift, dass mindestens zwölf Lizenzspieler bei einem deutschen Proficlub unter Vertrag stehen müssen.

      Die Befürchtung, die Vereine könnten mit ihrer bisherigen Personalpolitik die jeweiligen Auswahlteams bedrohen, hat Blatter
      nicht: «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die großen Clubs die Totenglocke für die Nationalteams läuten. Ich kann nicht sehen, dass eine Nationalmannschaft zugunsten eines Clubteams verschwinden wird», meinte Blatter.

      Für den FIFA-Präsidenten ist es «lächerlich, wenn einige Clubmannschaften ohne einen einzigen einheimischen Spieler antreten» und wies auf das kürzliche Spiel der italienischen Serie A zwischen Inter Mailand und Juventus Turin hin, als in Mailands Startelf nur drei Europäer und überhaupt kein Italiener gewesen seien.

      ________


      Also ich hätte nichts dagegen!
      Irgendwie scheint sowas ja zu gehen, wenn man nicht die Ausländerzahl begrenzt, sondern im Gegenzug Mindestkontingente für Inländische Spieler festlegt. So ist es doch auch im Eishockey, wenn ich das hier im Thread zuletzt richtig verstanden habe. Qualitativ wäre die Regelung nur eine Erweiterung der bestehenden Regel, 12 deutsche Spieler im Kader zu haben.
      Evtl. darf man aber nicht in die Aufstellung reinreden. Oder ist das beim Eishockey auch schon gängige Praxis?

      Zur CL: Bremen ist mal wieder enttäuschend. Laut kicker.de waren sie (mal wieder) "völlig von der Rolle". Warum auch nicht? Bloß: Warum sind deutsche Teams im europapokal nur so oft völlig von der Rolle? Ich will es einfach nicht wahrhaben!

      Schalke soll ja tapfer und gut gespielt haben. Im Vorfeld und ohne das Spiel gesehen zu haben, wär ich mit einem Unentschieden auch vollends zufrieden gewesen. Von einem Sieg wagte man ja gar nicht zu träumen. Auffällig ist bloß, dass diese Saison auch nicht eine einzige positive Überraschung drin zu sein scheint, ein paar davon gabs sonst immer. Nichtmal das notwendigste ist diese Saison so ohne weiteres möglich, wie ein Heimsieg gegen Piräus, oder das verhindern von Heimniederlagen gegen Lyon oder Valencia. Es ist ein Graus!