Deutsche Europapokalergebnisse zur Debatte

      Verdient meinetwegen von daher, dass Getafe logischerweise sehr defensiv und passiv agiert hat (haben ja auch geführt UND warn einer weniger). Daher hatte Bayern mehr Ballbesitz und das Spiel war natürlich mehr in Getafes Hälfte.

      Diese Faktoren zählen aber in diesem Falle nicht! Bayern hat sich dabei so unbeholfen und tollpatschig angestellt, dass es zu einem grausigen Armutszeugnis für den deutschen Fußball zu werden drohte. Getafe hat hingegen seinen Part ganz geschickt und clever gespielt, jedenfalls haben sie Bayern nicht eben zur Entfaltung kommen lassen. Die Tore für Bayern fielen trotz aller Spielanteile allesamt aus heiterem Himmel und total überraschend. Nur das letzte von Toni war dabei kein reines Abpraller-Zufallsprodukt bzw. Geschenk des Gegners.

      Irgendein Fußballgott hat Bayern den Sieg geschenkt. So ein müder und demotivierter Haufen hätte das Weiterkommen nie und nimmer verdient gehabt!

      Wie sagte einst Gary Lineker: Fußball ist wenn 22 Mann aufm Platz stehen und am Ende gewinnen die Deutschen. Das werden sich einige Spanier Donnerstach wohl auch gedacht haben.
      Original von Harlekin
      Ein verdientes Ergebnis, ich bin zwar Bayern Fan, aber verdient hatten die das nach dem gestrigen Spiel sicher nicht.

      Vor allem die 2 Tore in den ersten 3 Minuten der Verlängerung dürfen einfach nicht passieren.


      wenn man von 210 minuten, 190 minuten das spiel macht, ist es schon verdient finde ich ;)
      Schade, das 1:1 scheint wirklich eine gewissen Müdigkeit zu entspringen.

      Durchaus gerecht, wenn man beide Spielhälften betrachtet. Aber anprangern muss man die Chancenverwertung, allein was der Podolski mal wieder auf dem Fuße hatte.

      Und Eigentor Lucio... sehr ärgerlich das ganze.

      Jetzt muss im Rückspiel auf jeden Fall ein Tor her... *Daumen drück*
      Grausiges Armutszeugnis für den deutschen Fußball?

      Bild war jedenfalls dieser Meinung, wie ich der Schlagzeile zum Bayernspiel in St. Petersburg entnehmen konnte (die ich im Bus beim Bild-Leser der vor mir saß erspähte / ich kaufe keine Bild!): "Schämt euch! Bayern blamiert Deutschland!"

      Und täglich grüßt das Murmeltier... Diesmal hat Bayern dann mal konsequenter Weise die Quittung dafür erhalten. Nach dem 3:0 für Zenit hätte ich mir ehrlich gesagt ein 6:0 gewünscht. Jedenfalls ein Ergebnis, was es den Bayern unmöglich macht, von den eklatant schwachen Auftritt abzulenken. 4:0 war da schon nicht schlecht, offenbar aber noch nicht wirklich genug. Jedenfalls wurde hinterher wieder von der MAnnschaft geredet, die trotz alledem großes geleistet und großartige Spiele abgeliefert habe. Da könne man jetzt auf einmal nicht alles schlecht machen.

      Dazu fällt mir nur ein: Fickt euch! (Tschuldigung, muss auch mal sein)

      Das sind kackendreiste Ausweichformeln. Niemand will "alles" schlecht machen (Geschickt gesetztes Scheingefecht: Um auf berechtigte Kritik nicht eingehen zu müssen, antwortet man einfach auf unberechtigte, selbst wenn letztere zuvor gar nicht geäußert worden ist. So sorgt man dafür, dass man stets rechtschaffene Standpunkte vertritt. Man führt dann halt bloß Phantasiegespräche, aber das fällt viel weniger auf) Es wäre sehr, wie soll ich sagen... erleichternd, mal das Eingeständnis einer schlechten Leistung von den Bayern zu hören (kam nach dem 0:4 ja vereinzelt auch, zB. vom einzig wirklichen Weltklasse-Akteur Luca Toni, aber eben nur vereinzelt!). Das ist ein Ausdruck der fehlenden Professionalität, die auch Bayern noch von richtigen Spitzenmannschaften unterscheidet. ManU oder Chelsea reden ihre Leistungen sicher nicht so gnadenlos schön. Die hätten auch nach dem 1:1 im Hinspiel gesagt: Scheiße gelaufen, bei uns war der Wurm drin, wir hätten mehr Druck machen müssen, jetzt wirds schwer. Bayern hingegen sagt folgendes: Wir haben super gespielt, nur Pech gehabt, eigentlich hätten wir gewinnen müssen, uns ist kein Vorwurf zu machen, wir schaffen das aber sowieso noch auf jeden Fall. Welche Selbsteinschätzung ist professioneller?

      Bayern hat in Viertelfinal und Halbfinale jeweils identische Leistungen gebracht. Und die waren jeweils jedenfalls weniger als ausreichend (also schlechter als 4)! Da sollte man sich ernsthaft fragen, woran das liegt, denn soviel ist sicher: Nötig hat das der KAder nicht, was er ja auch schon zur Genüge bewiesen hat.

      Mein Vorschlag: Wer sich im Vorfeld künstlich so aufbläst und den Uefa-Cup zeitgleich abwertet, als etwas was man nur gewinnen sollte, weil man zufällig gerade im Wettbewerb ist, eigentlich ist dieser Titel eher dem Verein unwürdig. Jetzt wo man schändlicher Weise im Wettbewerb startet, wäre es aber noch peinlicher den Titel nicht auch zu gewinnen. Das setzt einen zugleich unter Druck und lässt einen die Spiele nicht ernst nehmen. Und genau so überheblich und ängstlich zugleich hamse dann auch gespielt. Angst davor, dass rauskommt, dass sie doch nicht dem restlichen Feld so überlegen sind, wie sie sich fühlen.

      Auch Bayern muss noch viel lernen! Und das ist wichtiger als bessere Spieler zu verpflichten.
      Aber insgesamt würde ich es auch nicht so schwarz sehen, wie zur Zeit der Presse zu entnehmen.

      Das Halbfinale zu erreichen darf durchaus als Erfolg gewertet werden, zumal ja auch nahmenhafte Mannschafen mitmischen. Sie heissen zwar nicht Chelsea oder Madrid, aber es gibt mehr als 2 Mannschaften in Europa die guten Fußball spielen.

      Und wenn ich hier den guten "D.Advocat" zitieren darf: "Der Russische Fußball wird in spätestens 10 Jahren mehr als nur eine Nebenrolle spielen".

      Aber zurück zu den Bayern. Ich glaube die haben das unberechtigter Weise wirklich zu leicht genommen. Die Ergebnisse an sich gehen durchaus in Ordnung. In der CL gibts doch auch fast nur noch Entscheidungen durch das eine Auswärtstor mehr bei 2 Remispielen.

      Ich denke also nicht, das sich der deutsche Fußball verstecken muss. Eine 4:0 Pleite ist zwar bitter und in diesem Spiel durchaus verdient, heisst aber nicht, das es in einem neuerlichen Spiel ebenso laufen würde.

      Und das die Bayern Verantwortlichen relativ gelassen reagieren kann ich auch nachvollziehen. Auch wenn das viele als Augenwischerei abtun.
      Dieses Jahr war ohnehin mehr Vorbereitung auf das kommende Jahr unter Klinsmann. Und erfolgreich war man allemal (Liga Pokal, DFB Pokal und Meisterschaft).


      Also ich weiss nicht, ich seh das alles nicht so dramatsich. Auch wenn ich das Ausscheiden der Bayern schade finde.
      Ich meinte ja auch, jetzt alles schwarz zu sehen sei unberechtigt. Tue ich ja auch nicht.

      Die Fähigkeiten der Bayern-Mannschaft sind zur Genüge bewiesen und das erreichte ist ja auch top.

      Nur sollen sie gefälligst anständig analysieren wieso sie sich im Europapokal zuletzt völlig unnötiger Weise so dämlich angestellt haben! Anstatt dieses Problem irgendwie beiseite zu reden, was zugebener Weise leicht fällt, weils ja ansonsten ne tolle Saison war.
      Aber eine Niederlage ist ja auch immer die Chance zur Weiterentwicklung, und genau diese Chance scheinen die Bayern durch ihre Selbstherrlichkeit zu vergeben.
      Also lefthandy,
      ich bin völlig mit Dir d'accord!

      Es ist ein generell deutsches Problem, dass man mehr labert, anstatt den Rücken gerade zu halten, auf den Tisch zu hauen und zu sagen "Leute, was war DAS für ein Mist"!
      Dies zieht sich durch alle Bereiche in unserer Gesellschaft und unserem Land, mittlerweile hat es eben auch den Fußball erreicht.

      Ja, auch mir hätte es gefallen, wenn die Klatsche noch höher ausgefallen wäre!
      Man sonnt sich in der wunderschönen Ausrede, dass man ja schon so und so viele Pflichtspiele absolviert hat und die Spieler auf dem Zahnfleisch gehen - herrgottsagglzefixnummolnei, wir Systemdiener müssen auch Jahr und Tag unsere Leistung bringen und wenn wir mal nen Durchhänger haben, gibt es ebenso trotzig eins auf die Mütze!!

      Doch halt, man darf einen Fußballer nicht mit einem Arbeitsnehmer vergleichen, stimmt....So intensiv, wie sie die Kicker heutzutage mit ihrem Verein, für die Stadt, für die Mentalität der Region, für die sie spielen identifizieren und immer alles geben, kann man da nicht von einem normalen AN sprechen, sehe ich ein....L O L !!!!

      Lefthandy, auch Dein Vortrag bzgl Überheblichkeit in Puncto Wertigkeit Uefa-Cup stimmt mich smart grinsend - plusement d'accord!
      Als guter Verfolger JEDES Wettbewerbs sollte man wissen, dass im Uefa-Cup gerne mal Aufsteiger-Vereine spielen, die sehr ambitioniert zu Werke gehen und merkwürdigerweise über Jahre hinweg gewachsene (und nicht gekaufte) Strukturen ins/aufs Feld führen.
      Ich hab das 4:0 bei Eurosport nochmal gesehen und hollahopp - die Hälfte der Zenit-Mannschaft stammt aus der eigenen Jugend, ja sowas denn auch....

      Die Bayern-Arroganz ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits vermittelt sie dem ein- oder anderen Gegner Respekt, andererseits geht der Schuss halt fürchterlich nach hinten los, wenn dann vermeintliche Kinder-Wettbewerbe wie der Uefa-Cup nicht gewonnen werden.

      Ich weiss, ich bin hier der Old-School-Denker, was den Fußball und manchen Wert betrifft, aber ich sage immer wieder, dass zum Gewinnen ganz großer Titel die Identifikation und die Professionalität die Matchwinner sind und nicht die große Klappe und der Geldbeutel!

      Eurosport hat es auf den Punkt gebracht: die Bundesliga ist spitze vermarktet, die Liga ist ein Hipe, aber das Problem ist, dass sie schwach ist - grottenschwach und man darf gespannt sein, was bei der EM passiert....
      NA ja, so schwach dann auch wieder nicht...

      Die Europapokalsaison war aus 5-Jahres-Wertungs Perspektive schließlich die erfolgreichste seit Jahren. Diese Saison hat die BuLi nach Eng und Esp am drittbesten abgeschnitten. Frankreich wird alsbald wieder eingeholt.

      Was natürlich davon unberührt bleibt ist die offenkundige Tatsache, dass absolut KEIN deutscher Verein (seit kurzem sind wir ja auch von der Illusion befreit, Bayern wäre da die Ausnahme) in der Spitze mithalten kann.

      Das liegt nun zum einen sicher auch daran, dass die BL eben noch nicht so extrem vermarktet wird, oder eben noch etwas egalitärer, wodurch deutsche Vereine zwar alle gut über die Runden kommen, aber die großen Würfe hierzulande nicht möglich sind. Dafür haben wir viele Vereine in der europäischen Mittelklasse, was nix bringt, weil ja nur wenige davon im EC starten können.

      Das liegt zum anderen aber natürlich daran - und das ist der Punkt an dem gearbeitet werden sollte! - das hier die strukturellen und mentalen Zustände zu unprofessionell sind. Das manifestiert sich in Vereinsführungen wie der von Schalke, oder aber in der Bayern eigenen Überheblichkeit, einem Verein, dem ansonsten von der Führung her eigentlich kein Vorwurf zu machen ist.

      Diese Saison stimmt nichtsdestotrotz zuversichtlich, weil bis auf das Ausscheiden Bayerns zum Schluss, alle schlechten Leistungen im Europapokal jeweils auch mit Schwächephasen in der Liga korrespondierten. Folglich sind sie nicht auf das zuletzt typische sich selbst im Weg stehen und Muffesausen deutscher Teams international zurückzuführen, sondern auf interne Probleme. Immerhin. Ansonsten wurden Pflichtaufgaben solide wie nie zuvor erfüllt und schon ist man die 3. stärkste Liga Europas.

      Ich könnte mich mit der Rolle der Bundesliga im europäischen Fußball anfreunden, dass sie die große graue Maus im Hintergrund ist, aber immer für Überraschungen gut. Meinetwegen mit Bayern als einzigem Club der europäisch konstant mithält. Dafür ist sie die größte Liga, mit den höchsten Zusschauerzahlen und die einzige die zeitnah im Free-TV empfangen werden kann und so. Die gute, solide, ehrliche Liga, während alle anderen da ihre Überschuldungs- und Ivestment-Kapriolen schlagen. Wenn dann aus den relativ bescheidenen Mitteln überwiegend solide gearbeitet werden würde, wäre mein Fußballerherz befriedet.

      Diesen Weg wird die BL aber nicht gehen. Mehr aus Unvermögen, weil man die letzten Trends alle verpennt hat, ist man überhaupt erst in eine ähnliche Rolle geraten. Pay-TV und Investoren-MAchtergreifungen werden auch hier kommen. Neue Arenen mit opulenten VIP-Bereichen, in denen aber keine Laola mehr hinhaut, inklusive. Und die Pusteblumen, die die hiesigen Vereinsführungen so vor sich hin pflücken, wird das auch nicht kümmern.

      Die Wende hin zu mehr Professionalität müsste also schon in jedem Verein für sich vollzogen werden. Strukturell ist da keine allgemeine Verheißung in Sicht. Wenn man alleine sieht, wie lange der HSV braucht um einen neuen Trainer zu finden könnte man doch heulen.

      NEUE SAISON!

      JUCHU!

      Es gibt neue Europapokalergebnisse! Glückslosgewinner Hertha muss satte 3 Qualifikationsrunden gegen Lolek und Bolek aus der Walachei bestehen und hat deshalb jetzt schon angefangen. Und siehe da: Ein 8:1!

      Natürlich war das überhaupt kein Gegner, aber es bestätigt sich die Tendenz der letzten Saison, dass Pflichtaufgaben wieder zuverlässig bis locker erfüllt werden. Vor ein paar Jahren war es noch normal, dass deutsche Teams sich gerade gegen schwächere Teams gnadenlos einen abgewürgt haben.

      Am Wochenende spielt auch noch Stuttgart im UI-Cup. Im Gegensatz zur regulären Uefa-Cup-Qualifikation, zählt der UI-Cup aber nicht für die Uefa-5-Jahres-Wertung. Wenn Stuttgart gleich rausfliegt, wär's also nicht so schlimm, weil sie noch nicht als deutscher Europapokalstarter zählen. Überstehen sie die Spiele gegen Ramonskoje o.ä., sollten sie dann also auch anständig weitermachen. Hertha's Sieg hat hingegen schon für den ersten Anstieg des deutschen Uefa-Quotienten 08/09 gesorgt: 0.125 Punkte beträgt der jetzt schon! (1 Punkt für einen Sieg, weil Qualifikation nur halb zählt. Dividiert durch 8 deutsche Europapokalteilnehmer, vorausgesetzt Stuttgart übersteht den UI-Cup)
      Schalke gegen Atletico Madrid in der CL-Quali.

      Damit ist das vielbeschworene deutsche Losglück offiziel beendet. Definitiv der schwerstmöglichste Gegner.
      Meine Zuversicht ist gering.

      Damit drohen der BuLi viele 5-Jahres-Wertungs-Punkte durch die Lappen zu gehen. Die Qualifikation für die CL-Gruppenphase bringt pro forma 3 Punkte. Ganz zu schweigen von den sicheren Punkten die man schon in der Quali gegen Rapid Wien, Aalborg BK oder Beitar Jerusalem hätte einfahren können.

      Dann mal viel Glück ihr Knappen!
      Schalke hat mal wieder so unbegründet hosenscheißerig gespielt wie tendenziell immer, nur diesmal besonders ausgeprägt.
      Schalkes Taktik - wenn man davon sprechen kann - gegen Gegner mit "Namen" ist immer dieselbe: Kopf in den Sand und hoffen dass das Spiel schnell vorbei ist.

      Das war im Hinspiel schon so. Da war Atletico bloß ähnlich eingestellt. Schalke hatte nach dem 1:0 allerdings auch jeden Versuch unterlassen daraus weiter Kapital zu schlagen. 1:0 gegen sooo einen großen Gegner... Hoffentlich ist bald Schluss!

      Das Rückspiel spottete dann jedweder Beschreibung. Ich hatte nach Schalkes guten Saisonstart eigentlich ein echt gutes Gefühl. Und dann sowas! Schalke hat hier mustergültig das deutsche Minderwertigkeitskomplex-Trauma aufgeführt. Um die bekannte Floskel zu verwenden: Ein grausiges Armutszeugnis für den deutschen Fußball!

      Wie auch immer: damit gehen der BL zwar 3 Punkte die es fürs Erreichen der CL-Gruppenphase gegeben hätte durch die Lappen. Viel schlimmer wäre allerdings gewesen wenn Stuttgart oder Hertha bereits in der Quali gescheitert wären. Die wären nämlich aus jedem Wettbewerb raus gewesen. Schalke kann jetzt im Uefa-Cup gegen hoffentlich viele namenlose Gegner die 3 Punkte wieder reinholen. Und wenns geht natürlich noch 4-5 Punkte mehr, die sie in der CL-Gruppenphase schließlich auch ermauert hätten.

      Die Auslosung der ersten Gruppe ist vielversprechend für die deutschen Clubs. Lösbare Gruppen in der CL, überwiegend Kanonenfutter in der ersten Uefa-Cup Runde. Sieht mann Bremen allerdings durch die ersten Spieltage eiern, ist ein 0:3 auf Zypern bei Famagusta zu befürchten. Die spannendste Aufgabe hat wohl Dortmund mit Udinese. Ein harter Brocken. Aber mit Dortmund hats wenigstens das deutsche Team erwischt, in dem gerade die positivste Stimmung herscht. Ich bin also zuversichtlich.

      Für die 5-Jahres-Wertung wäre es wirklich überaus wichtig das wieder ALLE 6 deutschen Uefa-Cup-Teilnehmer die Gruppenphase erreichen. Wenn möglich dann natürlich auch wieder überstehen. Solange das eintritt, kann von Misserfolg nicht die Rede sein. Also Toi Toi Toi nach Dortmund!!!
      1. Runde respektive die ersten zwei CL-Spieltage sind vorbei. Zeit für ein erstes Resumee:

      Viel, viel Rumpelfußball, vor allem Stuttgart und Hertha hätte man an die Gurgel springen wollen. Natürlich auch Dortmund im Hinspiel. Die haben sich aber wenigstens höchst achtbar verabschiedet. Unterm Strich keine Wunder und auch lange nicht das maximal erreichbare, aber noch liegt man ganz gut im Rennen. Immerhin nach 16 Spielen erst eine Niederlage, allerdings auch viel zu viele Unentschieden gegen Graupenmannschaften.

      Summa summarum: Da auch unsere direkten Konkurrenten Frankreich und Italien jeweils ein Team in der ersten Runde verabschieden müssen (Stade Rennes, SSC Neapel), ist die BuLi weiterhin im Soll. Ich würde mal sagen, es darf höchstens ein Team in der Gruppenphase scheitern, damit das auch weiterhin so bleibt. Bei Hertha und Stuttgart sollte man sich diesbezüglich nach den gezeigten Leistungen ernsthafte Sorgen machen. Der HSV stimmt mich durchweg zuversichtlich. Wolfsburg auch ziemlich. Schalke wird sich schon irgendwie durchrumpeln.

      Viel besser als letztes Jahr läufts in der CL, wobei das letzte Jahr auch kein Maßstab sein sollte. Immerhin nach 4 Spielen noch nicht verloren!
      Girondins Bordeaux und Olympique Marseille haben hingegen bislang 4 Niederlagen eingefahren und auch Olympique Lyon steht mit 2 Unentschieden auf dem Schlauch. Weniger Illusionen sollte man sich hinsichtlich der italienischen Konkurrenz machen. Die liegt min. so gut im Rennen wie uns're.

      Rechnet man den Bundesligisten an, dass sie gegen die namenlosen Gegner bloß mit möglichst wenig Aufwand durchkommen wollten (so verwerflich das ist), darf man den Daumen also zumindest nach schräg-oben halten.
      Nunja,

      Bayern: dürften ihren Weg machen, ich hoffe, dass sie so weit wie möglich kommen.
      Bremen: verstehe ich nicht wirklich, dass man sich zu Hause so blamieren kann, irgendwie scheint da der Wurm drin zu sein.

      Wolfsburg könnte für eine Überraschung sorgen, Heerenveen ist aber auch kein Gegner von übergroßem Format, wenngleich davon auszugehen ist, dass Magath das relativieren kann.

      Wie so oft unterliegen unsere Vertreter Formschwankungen in den internationalen Wettbewerben, was ich nicht ganz verstehe.

      Stuttgart's Gruppe ist ziemlich knackig, umso respektabler, wenn sie weiterkommen.

      Hertha dürfte es schwer haben, wenngleich auch die gezeigt haben (ich denke an Hoffenheim), dass man intelligent spielen kann.

      Schalke...die werden sich mit Sicherheit auch schon mal damit beschäftigt haben, dass es nicht verkehrt wäre, den Pott zu holen, gelang vor einigen Jahren schon mal...

      7 Vereine in den Endrunden zu haben, wäre ein Traum, dann noch ein paar weiterführende Siege und das Gejammer würde mit Sicherheit abebben.

      Momentan bin ich zu 75/25 zuversichtlich, dass wir ein erfreuliches Europacup-Jahr haben werden, auch ohne den FCN;)
      Bei Bayern freut mich besonders, dass ihr Durchhänger zu Saisonbeginn sich überhaupt nicht in ihren CL-Ergebnissen wiederspiegelt.

      Unterm Strich haben die BL-Clubs nach insgesamt 40 Europapoklaspielen (inkl. Quali) erst 4 mal verloren. Bei Atletico Madird bzw. beim FC Sevilla ist absolut entschuldbar. Zu Hause gegen Udinese hat Dortmund auswärts wiedergutgemacht. Wäre das im Elfmetschießen glücklicher ausgegangen sehe die BL-Bilanz bislang wirklich super aus!

      Es gibt ein einziges Horrorergebnis von dereinst leidlich bekanntem Ausmaß, nämlich Bremens 0:3 gegen Athen. Eine (1) Niederlage in der CL wäre aber egal, wenn man in Famagusta und gegen Inter Mailand nochmal punktet und abschließend zumindest 3. wird, also im Wettbewerb bleibt.

      Was die BL-Bilanz bislang zwar ordentlich aber höchstens durchschnittlich werden lässt, sind die vielen Unentschieden. Italiensiche und auch Französische Clubs gewinnen gerne auch mal auswärts UND zu Hause, deutsche bislang so gut wie nie. Das sind die Punkte die Deutschland gegenüber seinen beiden Konkurrenten fehlen: Schalke-Nicosia 1:1, Bremen-Famagusta 0:0, Stuttgart-Varna 2:2, Hamburg-Urziceni 0:0, Otaci-Hertha 0:0,... In diesen Spielen hätte man viele Bonuspunkte einfahren können, wodurch man nicht so abhängig davon wäre, dass alle Teams immer weiterkommen.

      Zu den Wasserständen bei den einzelnen Clubs:

      Bayern, Hamburg und Wolfsburg zeigen bislang durchweg solide Leistungen und stimmen mich weiterhin zuversichtlich.

      Bei Schalke scheint sich unter Rutten rein gar nix verändert zu haben. Ein Koloss der etwas planlos umherschlittert. Entgegenkommender Weise hat Paris die zweite Mannschaft geschickt (wenn das ein deutsches Team machen würde, würde ich explodieren!). Bislang sind sie auf Kurs, Manchester und Entschede haben selber auch ein paar Probleme, es sollte also klappen.

      Hertha ist eine etwas lustlose Ergebnismannschaft, die scheinbar immer mit einem 0:0 zufrieden ist. Das zeigen sie im Uefa-Cup wie in der BuLi. Solange das weiterhin gut geht soll es mir recht sein. Das steht aber auf etwas wackligen Beinen. Gegen Galatasaray und in Piräus werden zwei harte Brocken. Aber Herthas destruktiver Spielweise sollten spielstarke Teams eh besser liegen.

      Stuttgart steht insgesamt auf tönernen Füßen in dieser Saison. Immerhin hat man jetzt den Pflicht-Heimsieg gegen Belgrad eingefahren. In der bislang offenbarten Verfassung wird es in Genua und gegen die bestens aufgelegten belgischen Meister aus Lüttich aber verdammt schwer. Bei Stuttgart ist das Scheitern in der Zwischenrunde am wahrscheinlichsten.

      Bremen eiert bereits die ganze Saison umher wie man es von ihnen immer mal wieder phasenweise gesehen hat. Wenn sie sich am Riemen reißen sind noch einige Punkte zu holen und zumindest der Übergang in den Uefa-Cup anzupeilen. Bei der Wundertüte ist aber auch ein totales Versagen drin. Mit sorgenvoller Miene nicht einzuschätzen.

      Ach ja, so nebenbei: Ich freue mich auf nächste Saison, wenn Leverkusen und Hoffenheim international spielen werden. Zwie absolute Top-Teams, deren Spieler allesamt noch zulegen werden, weil blutjung. Zudem zwei solvente Vereine die durch Transfers noch nachlegen können.
      Diese Woche hat mich nur Bayern überzeugt. Bremen hat ein ordentliches Spiel gemacht, hätte gewinnen können/müssen.. aber mal wieder die Chance nicht genutzt.

      UEFACupspiele nicht gesehen nur das nackte Ergebnis :(. Für Stutti ok, aber die 2 Heimpleiten der deutschen Teams mussten nicht sein...
      Mal abwrten was der letzte Gruppenphasenspieltag des Uefa-Cup in den nächsten Tagen bringen wird.

      Aus der Champion's League Gruppenphase haben sich Bayern und Bremen ja mit Bravour verabschiedet. Siege gegen Lyon und Inter Mailand sind höchst willkommen.

      Für Bremen sieht die Bilanz dann doch gar nicht mehr so schlecht aus. Bis auf die eine Niederlage gegen Athen ist das von der 5-Jahres-Wertungs-Punktausbeute ganz passabel.

      Zum Vergleich: Letzte Saison haben 3 deutsche Teams in der CL-Gruppenphase zusammen 12 Punkte geholt. Bremen und Bayern haben jetzt schon 16 Punkte. (Schalke sind indes 3 Quali-Punkte entgangen, im Uefa-Cup haben sie aber auch schon 6 Punkte geholt - das ergibt eine um 1 Punkt bessere Ausbeute als der letzjährige dritte CL-Teilnehmer Stuttgart)

      Schlechter als letzte Saison siehts dafür im Uefa-Cup aus:

      Hertha ist wohl so gut wie draußen. Ein Sieg in Piräus - für die es auch noch um alles geht - wäre ein echtes Wunder.

      Schalke muß beeten und wird wohl nicht erhört. Verdient hätten sie es ohnehin nicht. Paris ist in letzter Zeit gut aufgelegt und muss zu Hause gegen das bereits qualifizierte Entschede ran. Wäre ein Wunder wenn sie nicht gewinnen würden.
      Auch Santander hat ein Heimspiel gegen Man. City, die in letzter Zeit übel ins Straucheln geraten.

      Stuttgarts Leistungen unter Babbel stimmen einen durchweg zuversichtlich. Lüttich ist schon qualifiziert aber nach wie vor super drauf. Da Sampdoria Genua aber zeitgleich gegen Sevilla ran muss, sollte es für Stuttgart ausreichen, nicht so hoch zu verlieren, wie Genua das tun wird. Das Torverhältnis ist jetzt schon um 2 Tore besser. Das sollte also hinhauen!

      3 von 6 Mannschaften die die Gruppenphase überstehen wäre aber eine magere Bilanz. Letzte Saison sind 4 von 4 deutschen Uefa-Cup-Startern in die Zwischenrunde eingezogen!

      Es wäre also wünschenswert wenn sich der letzte Uefa-Cup-Spieltag den letzten CL-Spieltag zum Vorbild nimmt. Also das alles für die Deutschen spielt!